Charta Oecumenica im Kanton Solothurn

Auftakt zum ökumenischen Weg

Während auf der Ebene der hohen Geistlichkeit in der Ökumene noch Eiszeit herrscht und immer wieder Konflikte an der Demarkationslinie Abendmahl/Eucharistie aufbrechen, rücken die Kirchen im Kanton Solothurn enger zusammen. Am Pfingstsamstag unterzeichneten Vertreter von zehn christlichen Kirchen im Kanton feierlich die Charta Oecumenica in der christkatholischen Franziskanerkirche in Solothurn.
In diesem Papier, das ursprünglich von der europäischen Bischofskonferenz und der Konferenz Europäischer Kirchen initiiert wurde, verpflichten sich die christlichen Kirchen zur weitgehenden Zusammenarbeit. An der Pressekonferenz bezeichnete Verena Enzler, Synodalratspräsidentin der Evangelisch-Reformierten Kirche Kanton Solothurn, die ökumenische Zusammenarbeit als recht gut. Sie nannte als Beispiel die SIKO, in der sich die drei Landeskirchen absprechen, um gemeinsam nach aussen aufzutreten.
Zusammenarbeit auf andere Kirchen ausgeweitet
Mit der Charta Oecumenica wird die Vernetzung ausgeweitet auf die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz. «In den Vorbereitungsgesprächen haben wir unterschiedliche Auffassungen vertreten, sind uns aber näher gekommen», so Verena Enzler. Die Unterzeichnung bilde den Auftakt. «Wir wollen uns weiterhin treffen, austauschen und kennen lernen.» Von katholischer Seite wird dies bestätigt: «Was die Kirchen verbindet, ist stärker, als was sie trennt», meinte Gudula Metzel, Verantwortliche der römisch-katholischen Bistumsregion St. Verena. Für sie, die Katholikin, ist die Schweiz in Sachen Ökumene Vorreiterin: «Die Schweiz gehört zu den Ländern mit den bedeutendsten Fortschritten in der Ökumene. Ziel des ökumenischen Weges ist die eucharistische Gemeinschaft», erklärte Metzel hoffnungsvoll.

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