Impulsveranstaltung Gemeindeentwicklung vom 9.03.2019

Der Mitgliederrückgang macht den Volkskirchen zu schaffen. Unternehmensberater Markus Fricker zeigte den Kirchen-behörden, wie sie ihre Gemeinden in eine gute Zukunft führen können.

TILMANN ZUBER

«Was funktioniert in Ihrer Kirchgemeinde gut?», fragte Unternehmensberater und Pfarrer Markus Fricker die Kirchenbehörden. Gut und Kirche? Da kommen einige der rund 50 Teilnehmenden ins Grübeln. Denn die Zukunft der Reformierten wird in den letzten Jahren meist auf die Negativformel «kleiner, älter und ärmer» reduziert. Es war das Ziel der Impulsveranstaltung Gemeindeentwicklung in Hägendorf, zu zeigen, dass Kirche auch anders sein könnte.

Den Anlass hatte Synodalrat Werner Berger initiiert. Berger selbst hatte diesen Prozess vor einigen Jahren in seiner eigenen Kirchgemeinde Gäu miterlebt und mitgestaltet. Inzwischen zeigen auch Olten, Untergäu, Niederamt, Trimbach, Niederamt, Oristal, Fulenbach, Gäu, Thal und Dornach Interesse daran, ihre Kirchgemeinde weiterzuentwickeln.
Ein solches Projekt gebe es verschiedene Modelle aus der Zürcher, St. Galler, Bündner oder deutschen Kirche, erklärt Werner Berger. Er rät dazu, einen aussenstehenden Berater und Moderator beizuziehen, der den Prozess für eine bestimmte Zeit begleitet. «Dieser hält den Beteiligten den Spiegel vor, hilft ihnen, die Themen von aussen zu beleuchten und von den Erfahrungen der anderen Kirchgemeinden zu profitieren.»

Megatrends gegen die Kirchen
Markus Fricker verhehlt nicht, dass die gesellschaftlichen Megatrends gegen die Kirchen laufen. Die Landeskirchen stünden vor ganz anderen Herausforderungen als vor 50 Jahren. Heute seien die Leute mobiler, bastelten ihre eigene Patchwork-Religion zusammen und engagierten sich nur noch punktuell bei Projekten. Hinzu komme der Abbruch der Tradition, der sich daran zeige, dass Paare ihre Kinder seltener zur Taufe bringen und nur noch wenige in der Kirche heiraten.

Die Schwierigkeiten sind für Fricker kein Grund zu resignieren. Im Gegenteil, der Unternehmensberater fordert, die Veränderungen als Chancen zu sehen, der eigenen Substanz und Botschaft zu vertrauen und Ziele und Visionen zu entwickeln. Die Lösung sieht Fricker darin, dass sich die Kirchgemeinden berlegen, wie sie ihr Pro l schärfen, wo sie investieren und wo sie sich beschränken wollen. «Kundenorientierung und Profilierung sind wichtige Stichworte bei der Gemeindeentwicklung.» An die Kirche gebe es die unterschiedlichsten Erwartungen. «Wer die alle erfüllen wolle, überfordert sich», ist Fricker überzeugt. «Besser ist es, sich auf etwas zu konzentrieren. Wenn man alles macht, verliert man sein Profil.» Er rät den Behörden, zunächst in einer Umfrage die Bedürfnisse der Kirchgemeindemitglieder zu erheben und die Ressourcen, Finanzen, Fähigkeiten und Qualitäten in der Kirchgemeinde abzuklären. Diese Daten böten die Basis für die Weiterarbeit.

Nach der ersten zögerlichen Diskussion finden die Behörden positive Aspekte, die ihnen wichtig sind. Thal etwa setzt auf Gastfreundschaft und Offenheit. Olten will unter dem Motto «Jesus Christus unser Weg» eine deutliche Marke setzen. Gäu investiert in die Kinder- und Jugendarbeit und Niederamt betont die vielfältigen Schwerpunkte. «Ich sehe, in Ihren Kirchgemeinden gibt es viel Positives, auf dem sich aufbauen lässt», meinte Markus Fricker.

TZ

 

Ohne "Freiwilligenarbeit" steht die Gesellschaft....... und die Kirche still

Viele Frauen und Männer engagieren sich aus freiem Willen und unentgeltlich für andere Menschen, die Gesellschaft und die Umwelt. Ein, von verschiedenen Fachstellen der Reformierten Landeskirchen erarbeiteter Leitfaden, bezieht sich auf die Freiwilligenarbeit in Kirchgemeinden. Weiter

 

 

Flyer "Sexuelle Übergriffe und Belästigung in der Kirche"

Zwar hat der Synodalrat bisher von keinem Übergriff und von keiner Belästigung innerhalb der Evangelisch-Reformierten Kirche Kanton Solothurn Kenntnis, dennoch ist ihm gleichzeitig bewusst, dass auch im Arbeitsfeld Kirche Belästigungen oder Übergriffe möglich sind. Deshalb sollen alle Menschen, gleich welchen Alters und Geschlechts, die von der Kirche angestellt sind, die sich kirchlichen Mitarbeitenden anvertrauen oder die innerhalb der Kirche freiwillige Arbeit leisten, Kenntnis davon haben, dass weder Belästigungen noch Übergriffe toleriert werden. Merkblatt

 

 

Gottesdienst

Im Zeitalter des Traditionsabbruches geht auch das Singen immer mehr verloren. Evangelische Kirche war immer singende Kirche. Jeder Mensch kann singen, aber Singen macht nur Freude, wenn es geübt wird. Die Kernliederliste soll den Lehr- und Pfarrpersonen helfen, wichtige Lieder gezielt aus dem grossen Bestand des kirchlichen Liedguts auszuwählen, um sie in Sonntagsschule, Chile für Chind, Religionsunterricht und Jugendarbeit einzuüben. weiter

 

 

Wiedereintritt in die Kirche leicht gemacht

Die drei Landeskirchen im Kanton Solothurn wollen gemeinsam Menschen wiedergewinnen, die sich von ihnen abgewendet haben.

Der Webauftritt mit der Adresse www.kircheneintritt.ch macht einen Wiedereintritt in die Kirche einfach: die Site besuchen, und nach ein paar Klicks ist das Nötige in die Wege geleitet. weiter

 

 

Unsere Kinder- und Jugendlager

Viel Spannung, Action, Fun, aber auch Ruhe und Besinnlichkeit können Kinder und Jugendliche aus dem Kanton Solothurn und angrenzenden Kantonen in unseren Lagern erleben. Viele verschiedene Aktivitäten, Spielabende, Discos, Outdooraktivitäten, Ausflüge und Lagerfeuer gehören zu unserem abwechslungsreichen Lagerprogramm. Achtung: unsere Lager haben Suchtfaktor, wer einmal dabei war, will kein Lager mehr verpassen.

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