Wie viele Beiträge sollen die Kirchen erhalten?

Geht es nach dem Solothurner Regierungsrat, sollen die katholische, reformierte und christkatholische Kirche im Zuge der Steuerreform jährlich nur noch zehn Millionen Franken erhalten. Die zehn Millionen setzt die Solothurner Regierung sowohl als Deckel gegen oben wie auch nach unten fest.  Die kantonalen Beiträge an die Kirchen stammen aus den Kirchensteuern, welche die Unternehmen bezahlen.

Politiker fordern weitere Kürzung
Am 19. Mai 2019 kommt die Steuervorlage 17 zur Abstimmung. Wird sie vom Volk angenommen und umgesetzt, kommt es zu Ausfällen bei den Kirchensteuern der Unternehmen und der Betrag rutscht unter die Zehn-Millionen-Grenze. Die Differenz geht zulasten des Kantons. Der Solothurner Regierungsrat hält trotzdem an den zehn Millionen fest. Inzwischen regt sich Kritik. Kantonsräte aus den Reihen der SP und SVP fordern, die Beiträge des Kantons an die Kirchen weiter zu kürzen.

Ruedi Köhli, Präsident der Solothurnischen Interkonfessionellen Konferenz SIKO, gibt zu bedenken, dass die Kirchen künftig 20 Prozent der Zuschüsse einsparen müssten. Falls der Kantonsrat noch tiefer geht als die zehn Millionen, müssten die Kirchen Leistungen abbauen, die auch die Allgemeinheit betreffen. Von der Erhöhung der Kirchensteuer hält Ruedi Köhli nicht viel: «Wenn die Kirchgemeinden den Steuersatz anheben, treten die Leute vermehrt aus der Kirche aus. Das ist ja nicht der Sinn der Sache.»

Abbau trifft die Allgemeinheit
Die Gelder würden vor allem in der Alters- und Jugendarbeit fehlen, stellt Barbara Leibundgut fest. Die Gemeindepräsidentin von Bettlach weiss, was die Kirche alles leistet. Das Engagement der Kirchen geschieht vor allem durch die vielen Freiwilligen und Ehrenamtlichen. Vieles davon geschehe zum Wohl der Allgemeinheit, «da fragt man nicht, ob jemand Mitglied der Kirche ist». In den Spitälern und Gefängnissen besuchten die Seelsorgerinnen und Seelsorger auch jene, die aus der Kirche ausgetreten sind oder eine andere Religion haben. 

Könnte nicht die Gemeinde oder der Kanton die Aufgaben der Kirchen übernehmen? «Nein», sagt Leibundgut. Für die FDP-Politikerin ist die Zusammenarbeit mit der Kirche gerade auf lokaler und regionaler Ebene unersetzlich. «Den Kommunen fehlen schlicht die Freiwilligen und die Organisation, um die Aufgaben der Kirchgemeinden zu übernehmen.» In Bettlach beispielsweise findet regelmässig ein Mittagstisch der Kirchen statt. Hier pflegen die Leute die sozialen Kontakte. «Fehlt jemand, so fragt man nach, ob er krank sei», erzählt Barbara Leibundgut.
Der Regierungsrat beabsichtigt als Reaktion auf die Kritik, alle sechs Jahre den Beitrag an die Kirchen zu überprüfen. Von den Kirchen verlangt er eine Leistungsbilanz.

Lohngegenwert von 27 Millionen
Die reformierten und katholischen Kirchen im Kanton Solothurn haben 2007 eine solche Leistungsbilanz durch die Fachhochschule Nordwestschweiz erstellen lassen. Das Ergebnis fiel deutlich aus: Jeder Franken, den der Kanton in die Kirchen investiert, wird von den Ehrenamtlichen verdoppelt. Konkret heisst dies in Zahlen: 21 000 Freiwillige betreuten in den Kirchen 1300 Angebote und investierten rund 81 000 Arbeitsstunden im sozialen Bereich. Umgerechnet auf einen Lohngegenwert entspricht dies 27 Millionen Franken, so das Fazit der Fachhochschule.

Verena Enzler, Synodalratspräsidentin der Reformierten Kirche Kanton Solothurn, hofft, dass solche Zahlen auch in die Diskussion im Kantonsrat einfliessen. Es wäre schade, wenn die Kirchen künftig ihre Aufgaben für die Gesellschaft nicht mehr übernehmen könnten. In der Diskussion werde übersehen, dass die Leistungen der Kirche allen zugutekommen, unabhängig von der Mitgliedschaft, betont Enzler.
«Wenn die Kirchen diese Leistungen nicht mehr erbringen können, wird dies den Staat weit mehr als zehn Millionen Franken kosten».

Tilmann Zuber, kirchenbote-online, 27. Februar 2019

 

 

REFORMIERTE KIRCHE KANTON SOLOTHURN HAT ZUM ZWINGLI-FILM EINGELADEN

Der Synodalrat hat die Kirchenbehörden zu einer Aufführung des Zwingli-Films ins Kino nach Olten eingeladen. Der Reformator war nicht nur auf der Leinwand, sondern auch beim Apéro Thema.

Der Zwingli-Film schlägt sämtliche Rekorde. Nach drei Wochen haben ihn schon 123000 Zuschauergesehen. Und noch immer zieht der Film über den Zürcher Reformator unzählige ins Kino.

Der Synodalrat der reformierten Kirche Kanton Solothurn hat die Mitglieder der Synode sowie die Behörden der Kirchgemeinden zu einer Sondervorstellung nach Olten eingeladen. Rund neunzig Besucher kamen ins Kino Capitol, um sich den teuersten Film, der je in der Schweiz gedreht wurde, in den roten Plüschsesseln anzuschauen.

Synodalrat Erich Huber hatte den Anlass organisiert. Der Pfarrer zeigte sich vom Film begeistert. Er hatte ihn schon an der Oltner Premiere gesehen und war dort mit dem Hauptdarsteller Max Simonischek ins Gespräch gekommen. Schnell fanden der Pfarrer und der Zwingli-Darsteller Gemeinsamkeiten. Simonischek lebt in Berlin-Kreuzberg, da, wo Erich Huber vor Jahrzehnten seine erste Pfarrstelle antrat.

Zwingli veränderte die Gesellschaft
Das dominierende Thema am Apéro war natürlich Zwingli. Für Erich Huber ist er der «Stammvater der Schweizer Reformierten, der das Bildungswesen und die Armenfürsorge eingeführt hatte». «Das weckt meine grosse Bewunderung», so der Pfarrer über seinen einstigen Vorgänger. Dem pflichtet Verena Enzler bei. Huldrych Zwingli sei «unser Reformator», der die Gesellschaft in der Schweiz grundlegend erneuerte, erklärte die Synodalratspräsidentin. Sandra Knüsel, Synodalrätin aus Oristal, verbindet mit dem Reformator die Zürcher Bibel, welche die Grundlage für die Reformierten darstellt.

Zwingli näher als Luther
Lydia Schaller steht Zwingli näher als Luther: «Zwingli war nicht nur ein Intellektueller sondern auch Bauchmensch, der mitten im Leben stand», sagt die Kirchenrätin aus Balsthal.

Heiko Behrens stammt aus dem Lutherischen. Dem Pfarrer aus Dornach fiel auf, dass Zwinglis Reformation die Grundlagen der Basisdemokratie in der Schweiz legte. Zwingli habe das soziale Engagement aus den Klostermauern in die Gesellschaft hinausgetragen. «Das ist faszinierend», sagte der Hamburger, «das haben ihm die Lutheraner nicht zugetraut.»

Können Jugendliche etwas mit Zwingli anfangen? «Durchaus», meint Andy Wurzer, Jugendarbeiter in Olten. Der Gedanke der Reformation sei Jugendlichen sehr nahe. «Junge Menschen reformieren sich ständig. Sie müssen sich andauernd anpassen und gleichzeitig gegen den Strom schwimmen.» Da könne ihnen der Film über den Reformator, der sich gegen die Kirche auflehnte, einiges vermitteln.

Pressetext: Tilmann Zuber                                                                                                                                                                                                                                                                                        

 

Reformierte Kirche im Kanton Solothurn Bezirkssynode Solothurn

Wir suchen per 1. Juli 2019

Eine Co – Leiterin / einen Co – Leiter der reformierten Fachstelle Religionspädagogik Kanton Solothurn (50% Pensum)

Sie bringen mit:
Sie sind Mitglied der evangelisch - reformierten Landeskirche der Schweiz. Sie sind bereit, sich in einem Team als Co–Leitung in der katholischen Fachstelle sowie in verschiedenen Gremien konstruktiv einzubringen und zu positionieren. Religionspädagogisch sind sie ausgebildet (CAS in Kommunikation oder vergleichbare Weiterbildung) in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Coaching und Zusammenarbeit. Zudem sind sie interessiert und motiviert für kontinuierliche Fort- und Weiterbildungen. Des Weiteren sind Sie bereit Ihre Arbeitszeit dem Schuljahresrhythmus anzupassen.

Erforderlich sind sehr gute Deutschkenntnisse verbal und schriftlich. Wir erwarten Berufserfahrung im religionspädagogischen Bereich, Team- und Dialogfähigkeit sowie Offenheit für die Ökumene. Aufgrund der geografischen Lage im Kanton Solothurn, besitzen Sie ein eigenes Auto und sind mobil.

Sie sind zuständig:
Als Co–Leiterin / Co–Leiter der Fachstelle Religionspädagogik Kanton Solothurn sind Sie zuständig für die Vernetzung aller religionspädagogisch relevanten Stellen und Institutionen. Sie übernehmen die ökumenische Weiterbildung mit Kursplanung und Kursverantwortung im überkantonalen Weiterbildungskonzept. Im Bereich der Beratung sind sie Ansprechperson bei religionspädagogischen Fragen.

Sie sind sicher im Umgang mit den verschiedenen gängigen PC-Programmen (Office) und haben Kenntnisse in Budget- und Rechnungsfragen.

Wir bieten Ihnen:
Wir bieten zeitgemässe Anstellungsbedingungen (Lohn und Ferien) sowie einen Arbeitsort mit Büro/Infrastruktur an der FHNW Solothurn. Wir unterstützen sie bei den fachbezogenen kontinuierlichen Fort- und Weiterbildungen wie auch bei Fragen im Bereich der Beratung.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen die Co-Präsidentin der Fachkommission Unterricht, Astrid Hager 032 677 24 35. Gerne erwarten wir die üblichen Unterlagen per Mail bis am 1. Mai 2019 an: astrid.hager@bluewin.ch
 

 

 

Ohne "Freiwilligenarbeit" steht die Gesellschaft....... und die Kirche still

Viele Frauen und Männer engagieren sich aus freiem Willen und unentgeltlich für andere Menschen, die Gesellschaft und die Umwelt. Ein, von verschiedenen Fachstellen der Reformierten Landeskirchen erarbeiteter Leitfaden, bezieht sich auf die Freiwilligenarbeit in Kirchgemeinden. Weiter

 

 

Flyer "Sexuelle Übergriffe und Belästigung in der Kirche"

Zwar hat der Synodalrat bisher von keinem Übergriff und von keiner Belästigung innerhalb der Evangelisch-Reformierten Kirche Kanton Solothurn Kenntnis, dennoch ist ihm gleichzeitig bewusst, dass auch im Arbeitsfeld Kirche Belästigungen oder Übergriffe möglich sind. Deshalb sollen alle Menschen, gleich welchen Alters und Geschlechts, die von der Kirche angestellt sind, die sich kirchlichen Mitarbeitenden anvertrauen oder die innerhalb der Kirche freiwillige Arbeit leisten, Kenntnis davon haben, dass weder Belästigungen noch Übergriffe toleriert werden. Merkblatt

 

 

Gottesdienst

Im Zeitalter des Traditionsabbruches geht auch das Singen immer mehr verloren. Evangelische Kirche war immer singende Kirche. Jeder Mensch kann singen, aber Singen macht nur Freude, wenn es geübt wird. Die Kernliederliste soll den Lehr- und Pfarrpersonen helfen, wichtige Lieder gezielt aus dem grossen Bestand des kirchlichen Liedguts auszuwählen, um sie in Sonntagsschule, Chile für Chind, Religionsunterricht und Jugendarbeit einzuüben. weiter

 

 

Wiedereintritt in die Kirche leicht gemacht

Die drei Landeskirchen im Kanton Solothurn wollen gemeinsam Menschen wiedergewinnen, die sich von ihnen abgewendet haben.

Der Webauftritt mit der Adresse www.kircheneintritt.ch macht einen Wiedereintritt in die Kirche einfach: die Site besuchen, und nach ein paar Klicks ist das Nötige in die Wege geleitet. weiter

 

 

Unsere Kinder- und Jugendlager

Viel Spannung, Action, Fun, aber auch Ruhe und Besinnlichkeit können Kinder und Jugendliche aus dem Kanton Solothurn und angrenzenden Kantonen in unseren Lagern erleben. Viele verschiedene Aktivitäten, Spielabende, Discos, Outdooraktivitäten, Ausflüge und Lagerfeuer gehören zu unserem abwechslungsreichen Lagerprogramm. Achtung: unsere Lager haben Suchtfaktor, wer einmal dabei war, will kein Lager mehr verpassen.

Mehr http://www.feelgoodcamp.ch/