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Die Bettagskollekte 2025 sammelt 25’000 Franken, die den Opfern des Bergsturzes in Blatten VS zugutekommt.

10. März 2026 | Tilmann Zuber, Chefredaktor Kirchenbote

Spenden – Die Solidarität mit dem zerstörten Blatten ist gross: Die Bettagskollekte der Reformierten Kirche Kanton Solothurn brachte 25’000 Franken ein – ein Rekordergebnis.

«Dieser ausserordentlich hohe Betrag zeigt die grosse Solidarität und Spendenbereitschaft der Mitglieder der Reformierten Kirche Kanton Solothurn», sagt Evelyn Borer, Synodalratspräsidentin.

Der gesamte Betrag geht an die Opfer des verheerenden Bergrutsches im Walliser Dorf Blatten. Üblicherweise sammelt die Bettagskollekte in diesem Einzugsgebiet rund 12’000 Franken, die zu gleichen Teilen an ein Projekt im In- und Ausland fliessen. Die aussergewöhnliche Summe zeigt, wie stark die Reformierten mit dem katholischen Blatten mitfühlen.

«Sicher erinnern Sie sich an die schrecklichen Bilder vom Mittwoch, 28. Mai», schrieb Synodalratspräsidentin Evelyn Borer im letzten September im «Kirchenboten». Eine gewaltige Eis- und Gerölllawine donnerte damals ins Tal und begrub gros­se Teile des Lötschentaler Dorfes. Rund 300 Bewohnerinnen und Bewohner verloren fast alles.

Das Unglück erschütterte die ganze Schweiz. Wochenlang verfolgte die Öffentlichkeit, wie die Gefahr am Berg wuchs. Die Menschen in Blatten mussten ihre Heimat innerhalb weniger Stunden verlassen, oft mit kaum mehr als dem Nötigsten. Auch Tiere wurden in Sicherheit gebracht.

Der Synodalrat der Evangelisch-Reformierten Kirche Kanton Solothurn zeigte sich tief betroffen und beschloss, die Bettagskollekte 2025 vollständig den Betroffenen zu widmen. Die 25’000 Franken gehen an die Evangelisch-Reformierte Kirche des Kantons Wallis, die sie über Pfarrer Daniel Rüegg direkt an die Geschädigten weiterleitet.

Die Bettagskollekte knüpft an die Tradition des Dank-, Buss- und Bettags an – eines Feiertags, der seit Jahrhunderten Besinnung, Dankbarkeit und Solidarität fördert. Der junge Schweizer Bundesstaat setzte 1848 mit der Einrichtung dieses eidgenössischen Feier­tages ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt. Bis heute rufen reformierte und katholische Kirchen ihre Mitglieder dazu auf, solidarisch zu spenden.